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am 27. Juli

Der gute, alte Einkaufszettel

Manfred Penninger - Wenn wir in einem Geschäft stehen, fragen wir uns des Öfteren: Was brauche ich eigentlich? Welche Lebensmittel sind noch im Kühlschrank, Gefrierschrank oder im Vorratsraum? Gäbe es nicht das eine oder andere, das verbraucht gehört?

Einkaufszettel

Gerne greifen wir dann doch ins Volle und kaufen. Zu Hause stellt sich dann heraus, dass eigentlich genug da gewesen wäre. Mit gutem Willen und etwas Kreativität hätte man (oder frau) noch etwas Wunderbares kochen können.

Was tun wir dann aber mit dem Zuviel?
Werfen wir das Ältere, noch zum Verzehr geeignete Lebensmittel weg und verkochen das neu erworbene, oder verbrauchen wir das von vorgestern und essen morgen wieder das nicht ganz frische? Verflixt noch mal, was für ein Dilemma?!

Da wäre ein Einkaufszettel hilfreich gewesen. In der Früh vor dem Rausgehen ein kurzer Blick auf die Lebensmittel, und das wäre es gewesen. Einen Einkauf und bares Geld gespart, weil wir nichts weggeworfen hätten.

So wie in meinem Beispiel geht es vielen von uns. So vielen von uns, dass in Europa sagenhafte 88 Millionen Tonnen (!) Lebensmittel pro Jahr im Müll landen. Das sind 173 kg pro Person und Jahr, und dies entspricht europaweit etwa 500.000 LKW-Ladungen (2015 von der EU erhoben).
53% davon im Haushalt
30% Landwirtschaft und Produzenten
12% Gastronomie
5% Handel

Allein in Österreich sind es 760.000 Tonnen! Gut die Hälfte wäre vermeidbar. (Infos von „Mutter Erde“)

Laut Alfred Riedel, Präsident des österreichischen Gemeindebundes, werden pro Haushalt jährlich Lebensmittel im Wert von durchschnittlich 300 Euro weggeworfen.
Nicht nur, dass wir Geld sparen würden, viel schlimmer ist, dass wir die Arbeit der Produzenten (z.B. unserer Bauern) NICHT WERTSCHÄTZEN.

Weitere Überlegungen sind:
Da für die Produktion vieler Lebensmittel sehr viel Wasser benötigt wird, könnte auch da einiges eingespart werden. Der Verbrauch weiterer wertvoller Ressourcen wie Treibstoff für diverse Geräte zur Bewirtschaftung, Ernte und Verarbeitung oder des notwendigen Stroms würde reduziert. Es müsste weniger importiert werden, was gut für den regionalen Produzenten wäre. Und die Müllberge wären weniger hoch.
Ohne dass wir uns besonders anstrengen oder auf vieles verzichten müssten, könnten wir den Anteil weggeworfener Lebensmittel stark verringern und damit die Umwelt und letztendlich unsere Geldtasche schonen.​

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