Bezirkegruene.at
Navigation:
am 14. August

Bodenlos

Roland Atzlesberger - Kann bitte Gallneukirchen größer sein?

Gallneukirchen Bodenlos
Generelles Ziel beim Siedlungsmanagement sind kompakte Strukturen, weil diese belebte Ortskerne fördern und Erschließungskosten und Verkehrsaufkommen reduziert werden.

„Boden ist eine wichtige Ressource in jeder Gemeinde. Sie ist endlich, steht also nicht unbegrenzt zur Verfügung. Die Gemeinden haben bei der Nutzung bzw. beim Verbrauch dieser Bodenressourcen eine sehr wichtige Rolle. Sie entscheiden maßgeblich mit, wie hoch oder niedrig der Verbrauch dieser Ressource ist.“ Prof. Helmut Mödlhammer

Entweder das Ortsgebiet ist zu klein oder wir sind sehr großzügig mit der Fläche, die wir verbrauchen. Mit freiem Auge ist die Gemeindegrenze zu den Umlandgemeinden natürlich nicht zu sehen. Dadurch kann schon der Eindruck entstehen, dass wir von Grün umgeben sind – nur dass es nicht unser Grün ist. Die Verbauung von wertvollem Boden ist ein Problem, das uns noch gar nicht richtig bewusst geworden ist. Gesunde Böden wirken Schäden durch extreme Wetterereignisse wie Dürreperioden, Hochwasser etc. entgegen. Durch Versiegelung des Bodens geht andererseits der notwendige CO2- und Wasserspeicher für immer verloren.

Der Versiegelungsgrad von Bauflächen in Österreich liegt lt. Ökosozialem Forum bei 43 %. „Versiegelung bedeutet, dass der darunterliegende Boden durch das Asphaltieren von Straßen, den Bau von Häusern, Gewerbe- oder Industrieanlagen bzw. durch Bodenverdichtung keinerlei biologische Funktionen mehr erfüllt. Es kann kein Wasser versickern, Pflanzen können nicht mehr wachsen und Flächen heizen sich im Sommer schneller auf.“ http://ökosozial.at/oekosozialer-bodenkompass-gibt-tipps-zu-nachhaltigem-flaechenmanagement/

„Schon 84 Prozent der ÖsterreicherInnen kritisieren explizit die Verschandelung des Landschaftsbildes und 4 von 5 ÖsterreicherInnen verlangen in der Folge, den Bodenverbrauch in der bisherigen Form auch mit gesetzlichen Maßnahmen zu stoppen“
, Kurt Weinberger  https://www.hagel.at/

Gestalten und lenken



Oft bekomme ich den Eindruck, dass die Gestaltung es Lebensraumes in Gallneukirchen dem Zufall überlassen ist. Dabei gibt es – gerade für Gemeinden – seitens Land Oberösterreich eine Vielzahl an Konzepten, die nur umgesetzt werden müßten.
Die Agrarabteilung empfiehlt beispielsweise Dachbegrünungen für Gewerbeflächen: dadurch wird eine „Verbesserung des Lokalklimas erreicht, werden Wetterextreme abgemildert und … Regenwasser“ rückgehalten. (Blühender Lebensraum – für eine bienenfreundliche Gemeinde, Juni 2016, Herausgeber lr.hiegelsberger@ooe.gv.at)
Wozu Regenwasser zurückhalten? Gallneukirchen liegt hoch über der Gusen – bis das Wasser am Marktplatz ist könne wir auf dem Gemeindegebiet noch viel zubetonieren. Erinnern Sie sich an das große Hochwasser 2002? Die Wassermassen überfluteten bspw. die Gewerbebetriebe.in Schwertberg. Bei den Händlern war die Autowäsche inkludiert und für Oberösterreich wurden Schäden in Höhe zwischen 895 Mio. (WIFO) und 1,1 Mrd. Euro (Land OÖ) ermittelt.

„Der Örtlichen Raumplanung stehen mit dem Flächenwidmungsplan und dem Bebauungsplan wichtige Instrumente zur Verfügung, um die Inanspruchnahme von Flächen zu lenken.“ (Ökosoziales Forum)
Informationen gibt es genügend zum Thema.
Was nachhaltigen Lösungen im Weg steht ist kein Wissens-, sondern ein Handlungsdefizit. Wir können sofort anfangen – gemeinsam und heute schon. Kontaktieren Sie mich – überlegen wir gemeinsam, was wir gestalten wollen.​

Aktiv  werden.  Das  ist  Grün.  Banner  rechts.