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am 6. Dezember 2017

Abflug Insekten!

Roland Atzlesberger - Glpyhosat, Neonicotinoide und Bodenversiegelung machen den Insekten hierzulande das Leben schwer.

Blühender Pfarrhofgarten – Wir waren schon ein Stück weiter ...

Deutsche Wissenschafter haben festgestellt, dass heute um 76% weniger Insekten als noch im Jahr 1989 an den Messorten anzutreffen sind – und diese liegen immerhin an den Rändern von Naturschutzgebieten.

Wir kennen es noch aus unserer Kindheit: Die Windschutzscheibe am Auto voll zergatschter Insekten, beim Radfahren die Muckerl im Aug. Sie sind alle so schleichend verschwunden, dass sie uns gar nicht aufgefallen sind – abgegangen sind sie uns erst recht nicht (wer will schon verdreckte Scheiben?).

Wir können das Verschwinden der Insekten schon eine Umweltkatastrophe nennen. Was gerade passiert, geschieht leise. Die Aufmerksamkeit richtete sich lange nur auf die Honigbiene. Dabei leisten viele Insekten wertvolle Bestäubungsarbeit. „Die Biodiversität (= Artenvielfalt) ist in der Stadt mittlerweile höher als auf dem Land. Imker tun sich leichter und sind erfolgreicher, wenn sie ihre Bienenvölker in gartenreicher, städtischer Umgebung aufstellen. Auf dem Land ist das Nahrungsangebot für Bienen und Insekten (oft nur dann) hoch, wenn die wenigen Nutzpflanzen, etwa der Raps, blühen. Im Spätsommer hingegen herrscht Nahrungsknappheit. Nur im Wald ist dann noch etwas zu holen. Das schwächt die Bienenvölker, macht sie anfälliger für Umweltgifte und Milbenbefall.“ http://www.nachrichten.at/nachrichten/spezial/art194059,2628926

Intakte Böden nehmen hierbei eine Schlüsselfunktion ein, denn rund 70% der Wildbienen nisten im Boden und die Nahrungsvielfalt über dem Boden ist für alle Bienen überlebenswichtig. Ohne gesunde Böden und Bienen gibt es weniger Pflanzenvielfalt – sie bilden eine Allianz für das Leben. Gemeinden können viel zum Bienen- und Bodenschutz beitragen, indem z.B. öffentliche Grünflächen bienenfreundlich gestalten und pestizidfrei pflegen. Oder indem Bewusstsein in der Bevölkerung geschaffen wird. Darum hat das Umweltressort des Landes das Projekt „Bienenfreundliche Gemeinde“ ins Leben gerufen: Gezielte Maßnahmen sollen Gemeinden unterstützen, mit gutem Beispiel voranzugehen und den Bienen- und Bodenschutz nachhaltig zu verankern.
Die Stadtgemeinde Gallneukirchen beteiligt sich als eine von elf Pioniergemeinden an dem Projekt für den Bienenschutz.

Dazu Bernhard Berger: „Als Umweltausschuss-Obmann sind mir die Wichtigkeit von Bienen und deren Lebensraum bestens bekannt. Verschiedenste Umwelteinflüsse, die von uns Menschen verursacht werden, tragen immer mehr zum Aussterben der Bienen bei. Daher ist es mir eine Herzensangelegenheit, den Lebensraum der Bienen in unserer Gemeinde zu verbessern. Den Bürgerinnen und Bürgern muss wieder bewusst werden, dass wir bei der Pflanzung von Sträuchern, Bäumen und bei der Gestaltung von Grünflächen auf die unterschiedlichen Blühtermine Bedacht nehmen, um die Bienen das ganze Jahr hindurch mit Blüten und Nahrung versorgen zu können.“​

Projekt Bienenfreundliche Gemeinde Gallneukirchen
TeilnehmerInnen des Startworkshops Bienenfreundliche Gemeinde Gallneukirchen – wir freuen uns, dass die Verantwortlichen der Stadtgemeinde die Notwendigkeit zum Handeln erkannt haben und hinter diesem Thema stehen.
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