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am 20. März

Hallenbad, war das was?

Andreas Kaindlstorfer - Eine unendliche Geschichte

Liebe Gallneukirchnerinnen und Gallneukirchner, Sie können sich sicher an die wahlentscheidenen Ankündigungen unserer Bürgermeisterin unser Hallenbad betreffend erinnern: „Das Gallinger Hallenbad wird jetzt doch saniert“ ließ die ÖVP die Lokalpresse jubeln (z. B.: https://www.meinbezirk.at/urfahr-umgebung/politik/gallneukirchner-hallenbad-wird-jetzt-doch-saniert-d1462659.html)

Wir Grüne wurden schon Monate vorher von der Presse informiert, dass dies der große Wahlknaller werden würde – genauso durchschaubar kam es dann auch.

Aber jetzt zu den Fakten:
Das Hallenbad wurde geschlossen, weil ein Sachverständiger des Landes nach einem (!) Jahr Wartezeit der Frau Bürgermeiser aus Sicherheitsgründen eine Schließung geraten hat. Für diese Schließung gibt es keinen Beschluss des Stadtrates, keinen Beschluss des Gemeinderates. Es wurde das Thema auch in keinem Ausschuss beratschlagt. Den einzigen Beschluss, der gegen die Stimmen der Grünen durchgedrückt wurde war, das geschlossene Hallenbad um sage und schreibe € 120.000,- zuzubrettern.

Auf Anregung der Grünen wurde in Folge noch versucht, eine Machbarkeitsstudie „Hallenbad neu“ im Rahmen eines Leader-Projektes zu initiieren. Dieser Vorschlag wurde von allen Fraktionen mitgetragen – der damit beauftragte Vizebürgermeister der ÖVP ließ die Sache aber im Sand verlaufen.

Bis zur Wahl war dann Stillstand.

Zur Wahl wurde das Thema Hallenbad wieder topaktuell. Da der zuständige Landesrat Herr Strugl via Bäderstudie hat wissen lassen, dass wir in Oberösterreich genug, wenn nicht sogar zu viele Hallen- und Freibäder haben, musste eine andere Lösung gefunden werden. Das Hallenbad wurde flugs zum Schul- und Vereinsbad. Damit fiel es in die Kompetenz der Landesrätin Humer. (Erinnern sie sich noch, wer das war? Genau! Die Dame, die dann unsanft aus der Langesregierung geschubst wurde.)

Kurz vor der Wahl kam dann der Anruf der Landesrätin (nix schriftliches hamma leider ned ...): Das Hallenbad wird saniert! Natürlich das bestehende ...
Ob das gescheit ist wurde weder im Stadtrat, noch Gemeinderat noch Bauausschuss diskutiert.

Inzwischen gibt es eine Zusage des Landesrats Stelzer, 1,2 Millionen Euro für die Nutzung als reines Schulbad beizutragen. Geschätzte Sanierungskosten liegen bei 3 Millionen Euro. Wo die fehlenden 1,8 Millionen herkommen sollen, bleibt rätselhaft.

Im Budgetvoranschlag 2017 wird ein Minus von € 780 000 ,- ausgewiesen – damit schrumpfen die Rücklagen der Stadtgemeinde voraussichtlich gegen null. Wovon eine Sanierung des Hallenbades bezahlt werden soll ist bis dato ungeklärt.

Ob dieses sanierte Hallenbad jemals öffentlich zugänglich sein wird?
Ungeklärt!
Sollte dies jemals der Fall sein, stehen wieder € 150.000,- Abgang pro Jahr zu Buche.

Dieses Hallenbad war einmal als „Bezirkshallenbad“ geführt! Die Kosten für den Abgang jedoch lagen immer bei der Gemeinde Gallneukirchen. Allein der Betriebsabgang der letzten 40 Jahre summiert sich auf geschätzte 4 Millionen Eruo – getragen von Gallneukirchen.

Daher an dieser Stelle nochmals die von den Grünen Gallnuekirchen vertretene Position zu diesm Thema: Wir wollen aus zwei Gründen ein Hallenbad in der Region

  1. Der Gesundheitsaspekt: Schule, Verein, Kinder und BürgerInnen wollen und brauchen diese Einrichtung
  2. Der Sozialaspekt: Wintersport ist in unserer Region wegen Schnee- und Eismangels kaum mehr möglich. Schiurlaube in den Alpen sind in für die meisten Familien nicht mehr leistbar, eine Eintrittskarte ins Hallenbad aber schon.


Allerdings kann sich heute keine Gemeinde mehr leisten, alleine ein Hallenbad zu betreiben.
Daher unsere Forderung, gemeinsam mit den Nachbargmeinden ein Projekt „Hallenbad neu“ zu starten. Ein Betriebsabgang von € 150.000,- pro Jahr ist für eine Gemeinde allein nicht verantwortbar. Werden diese Lasten jedoch durch fünf Gemeinde geteilt, ist dies durchaus vertretbar. Hier würde eine, von der Landesregierung so oft geforderte Gemeindekooperation Sinn machen. Die Gemeinden der Region Gusental (Gallneukirchen, Engerwitzdorf, Katsdorf, Alberndorf und Altenberg) umfassen ca. 26.000 EinwohnerInnen. Bei einem geschlossenen Auftreten der Gemeinden müsste man eigentlich auch dem Land gegenüber die Notwendigkeit einer Kooperation für ein modernes, der heutigen Zeit entsprechendes nachhaltiges, energieautarkes Hallenbad klarmachen können.

Schauen sie sich einmal im Internet das Konzept Hallenbad der Stadt Lünen/Deutschland an. So könnte es gehen.

Was wir Grüne nicht wollen:
Wir wollen kein reines Schul- und Vereinsbad, in dem alle möglichen Schulen und Vereine der Umgebung dem Schwimmsport frönen, während die Gallneukirchner BürgerInnen von außen zuschauen und das ganze bezahlen.

Das wollen wir ganz sicher nicht!

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