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am 5. April

Gallneukirchen: Stadt der Integration

Andreas Kaindlstorfer - Kaum wo wird Integration so gelebt wie in Gallneukirchen.

Menschen mit Behinderung

Das ist nicht zuletzt einer der Gründe die unsere Stadt so bunt und lebenswert machen.

Das spiegelt sich auch in der vorbildlich geführten Martin-Boos-Landesschule. An der Schule gibt es neben den sieben S-Klassen auch vier Integrationsklassen.
Seit 21 erfolgreichen Jahren werden Kinder mit und ohne erhöhtem Förderbedarf gemeinsam unterrichtet. Aber nur als Schulversuch der jedes Jahr beantragt werden musste. Durch eine Änderung des Schulorganisationsgesetzes im vergangen Jahr, wurde die Zahl der Klassen, die als Schulversuch geführt werden dürfen auf 5% gekürzt. Dadurch sind elf Schulen in Oberösterreich von der Schließung bedroht. Darunter auch die i-Klassen der MBS.

Das Ende bewirkt, dass nur mehr Kinder mit besonderen Bedürfnissen unterrichtet werden können. Das Lernen mit- und voneinander, Freundschaften und Begegnungen zwischen Kindern mit und ohne Beeinträchtigung fänden ein jähes Ende.

Die Nachricht an die Eltern, dass die Schulversuche und damit die Inklusionsklassen aufgrund der gesetzlichen Änderung aufgelassen werden müssten, sorgte deshalb für großen Widerstand.

Von Seiten des Landesschulrates wird eine dislozierte Lösung angestrebt. Also der Zusammenschluss der i-Klassen mit einer Regelschule. Dies birgt allerdings kaum überwindbare Hürden organisatorisch, finanzieller und bürokratischer Natur. Kann also bestenfalls als Übergangslösung gewertet werden.

Der Zusammenschluss der Elternvereine der betroffenen Schulen fordert deshalb eine Übernahme des Schulversuchs ins Regelschulwesen. Bewährt hat es sich in über 20 Jahren allemal.

In diesem Sinne hat der Gallneukircher Gemeinderat die OÖ Landesregierung in einer Resolution EINSTIMMIG aufgefordert Gutes und Bewährtes in gutem Sinne weiterzuführen.
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